Sonderangebote - ein Segen?

Klar! Sonderangebote sind immer willkommen und in solchen Zeiten wie heute, sind sie wichtiger denn je.

Auch wir durchforsten immer die wichtigsten Angebotsblätter der Läden, die für uns interessant sind.

Wenn du in Glehn wohnst, sind das KAUFLAND, LIDL, NETTO, REWE und natürlich ALDI. Dazu kommt dann immer noch der CENTERSHOP, da dort oftmals interessante Angebote für den Garten zu finden sind.

Doch sind die angebotenen Artikel wirklich immer Schnäppchen oder doch viel zu oft Mogelpackungen, um den gebeutelten Kunden aufs Glatteis zu führen?

 

Jetzt soll es hier ja nicht um fundiertes Fachwissen gehen, sondern um die Meinung eines "Otti-normal-Verbrauchers", wie ich es einer bin.

Aber auch ich bekomme natürlich mit, dass die Supermärkte und die Lebensmittelindustrie die großen Gewinner der Corona-Krise waren bzw. sind.

Speziell bei den Artikeln des täglichen Lebens, sprich Hygienebedarf, Lebensmittel, Süßigkeiten oder Knabberartikel, überall wurden satte Gewinne eingesackt und das ist ja auch das Ziel der dazugehörigen Unternehmen...gönnen wir es ihnen.

 

Doch dann kam der Krieg in der Ukraine dazu und alle Welt drehte durch, weil auf einmal irgendwelche Rohstoffe fehlten, Zubehör nicht geliefert werden konnte oder Lieferungen schlichtweg nicht kamen/sich zu sehr verspäteten. Die große Chance die Preise hochzutreiben und ich stand oftmals vor den Regalen, konnte nur noch mit dem Kopf schütteln, wenn ich sah, was da für einzelne Lebensmittel verlangt wurde.

Natürlich ist das meine subjektive Meinung, aber ich bin mir sicher, dass vieles von dem, was eine enorme Preiserhöhung erfuhr, nicht in dem Maße notwendig gewesen wäre.

Dass den Hersteller, speziell von Lebensmitteln, der Kunde überhaupt nicht interessiert, sondern nur, wie er dem das Geld am schnellsten und effektivsten aus der Tasche ziehen kann, beweisen die "Mogelpackungen des Jahres" alle zwölf Monate aufs Neue. Wenn dann Margarine-Packungen einfach 100 Gramm leichter gemacht werden, aber den gleichen Preis behalten, als wäre es eine 500-Gramm-Packung oder mit derselben Methode eine Fertigsauce (2021) satte 88% Preiserhöhung einfuhr.

Was mich wundert ist, dass zum Beispiel die angesprochene Margarine immer noch am meisten von den Deutschen gekauft wird. Klar, es ist die berühmteste in unserem Land und man kennt sie schon seit seiner Kindheit, aber ich für meinen Teil werde diese Margarine NIE MEHR kaufen!

 

Übrigens habe ich meine eigene Mogelpackung des Jahres: Als großer Fan von "Funny Chipsfrisch" (Geschmacksrichtung "Peperoni" & "Ungarisch") fand ich es absolut unverschämt, dass der Inhalt von 175 Gramm auf 150 Gramm gesenkt wurde. Nur einige Wochen später wurde dann der Preis diese reduzierte Tüte noch einmal 20 Cent erhöht. Das alles, ohne es vorher anzukündigen oder ohne den Versuch, es einmal zu erklären. Wie soll man auch erklären, dass man einfach geldgeil ist? Außer man wäre ehrlich...

 

Speziell in der Zeit des Ukraine-Krieges, wurden a.) diese Methode und b.) die unerhörten Preiserhöhungen in Sphären getrieben, die manchen Privathaushalt vor schwerwiegende Probleme gestellt haben dürfte. Auch wir müssen unsere Penunsen zusammenhalten, aber das Einkaufen machte bei solchen Preisen einfach keinen Spaß.

Dass dann auch mein Lieblings-Diskounter ALDI bei diesem schändlichen Vorgehen kräftig mitwirkte, hat mach dann noch einmal mehr geschockt. So war im Lachsschinken, den Andrea sehr gerne auf ihrem Brot isst, auf einmal nicht mehr 150 Gramm, sondern nur noch 140 Gramm drin. 

 

Tja, und dann kommen wir noch einmal zu den Sonderangeboten zurück, die uns fast täglich in den Schoss fallen. Meist in Form von Werbeflyern, die den Wochenendblättchen beiliegen, welche kostenlos an die deutschen Haushalte verteilt werden. Denn einer der perfiden Höhepunkte der Preistreiberei findet sich sich hier jetzt immer öfter...

Da werden Artikel lautkreischend als Sonderangebot angepriesen und letztendlich sind sie nur einfach auf den Preis zurückgestuft worden, der vor der Coronakrise maßgeblich war. DAS, was vieler Orten als Sonderangebot angeboten wird, ist bei genauerem Hinsehen ein Witz.

 

Oben im Bild seht Ihr den mehrseitigen Werbeflyer des KAUFLAND, der immer eine Fülle an wirklich günstigen Preisen beinhaltete. Doch gerade der angezeigte Flyer hat mich dieses Mal mehr als enttäuscht und war letztendlich der Grund für diesen Beitrag hier.  

Nur einige Beispiele: MÜLLERMILCH (einer der Champions-League-Anwärter, wenn es um Preiserhöhungen geht!), 400 ml, Sonderangebot-0,77 Euro...war sonst 0,69 Euro. DER GROßE BAUER-Joghurt, Sonderangebot-0,55 Euro...war sonst 0,39 Euro.

Klar, im Gegensatz zu den normalen Preisen sind das fast schon Schnäppchen, aber die normalen Preise sind ja auch Wucher und selbst, wenn es sich hierbei nur um sechs bzw. 16 Cent handelt, ist das ein Trend, der auch bei höherpreisigen Artikeln zu beobachten ist.

 

Abschließend bleibt mir nur das frustrierte Fazit, dass die Lebensmittelbranche für mich persönlich zu den größten Ausbeutern von "Otti-normal-Verbraucher" gehört. Zwar boykottiere ich einige Markenwaren, aufgrund ihrer schmierigen Preistreibereien, aber solange da nicht eine größere Menge von Verbrauchern mitmacht, werden diese Methoden auch weiterhin mit dem dummen Kunden durchgezogen.